Aus der Seele gesprochen...

 
 
 
» 30. Mai 2007
 
Liebe Freunde!

 
Ich habe von lieben Freunden aus Deutschland den nachfolgenden Text erhalten, der mir und wahrscheinlich auch euch aus der Seele spricht.
Diese Freunde stellen ihre beiden Hunde, Rottweilerhündin Gina und den Schäferhundrüden Theo, in den Dienst des Menschen, denn beide sind Rettungshunde. Und dies alles für ein "Dankeschön" (wenn überhaupt), ohne auch nur den geringsten Kostenersatz!
Auch Hundebesitzer können aus Fehlern lernen!
 
Liebe Mitmenschen, die ihr keine Hunde habt UND (ich betone UND) diese auch nicht leiden könnt, ihr habt ja so recht!
Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schlechtes Volk! Und zwar alle!
Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund-, Mischlings-, Doggen oder Mopsbesitzer. Wir sind alle schlechte Menschen und schlechte Menschen haben keine guten Hunde.
Und ja: Unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse!
Es tut mir so leid! Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe:
 
1. Ich werde mich nie wieder auf einem öffentlichen Waldweg aufhalten, wenn ihr, liebe Radfahrer, diesen benutzen möchtet. Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn ihr nicht klingelt, nicht bremsen, geschweige denn eine kleine Kurve um mich und meinem Hund herum fahren wollt. Der Wald gehört euch!
 
2. Ich werde nie wieder einem schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfwörtern belegt, weil ich einen Hund habe (der an der Leine neben mir läuft und den Rentner nicht einmal "angeatmet" hat!) Rentner dürfen das! Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer!
 

3. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegrandes aufzuspüren. Menschen finden das ekelig! Nur Hundebesitzer müssen Kottüten bei sich tragen!

 
4. Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr euren Kindern im Wald die Windeln wechseln. Das ist ja auch völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich auch zu viel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Werft sie ruhig in die Büsche! Dann frisst mein Hund eben heute einmal frisches "Baby-Häufchen". Das bringt Abwechslung in den Speiseplan!
 
5. Liebe Mitmenschen, dir ihr so romantisch in freier Natur grillt. Ist er nicht herrlich, unser Rhein? Man kann sich an seinen Ufern so wunderbar erholen. Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist ja völlig verständlich! Nicht wahr, liebes Ordnungsamt? Da kneift man gerne mal ein Auge zu. Mein Hund, der dankenswerter Weise ja am Rhein ohne Leine laufen darf (Danke, Danke, Danke!) kann sich nie entscheiden, ob er zuerst in eine zertrümmerte Bierflasche treten oder an euren Grillresten ersticken soll.
 
6. Liebe Jogger, natürlich habt ihr Recht! Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame Menschen, noch Hunde euren Weg kreuzen und euch nötigen, euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört euch! Wir Hundebesitzer können unseren Hund ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen!
 
7. Ich erwarte nie wieder, dass man höflich "Danke" sagt, wenn ich meinem Hund am Wegrand ein "Platz" gebe, damit eine Riesengruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht "Danke" sagen. Niemand muss "Danke" zu mir sagen. Ich bin ja nur ein Hundebesitzer!
 
Liebe Mitmenschen!
 
Ich habe meinen Hund ausgebildet und ihm Gehorsam beigebracht, damit er im Wald nicht atmet, wenn sich uns ein Nicht-Hunde-Mögender- Mensch nähert. Ich habe meinem Hund beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden.
Ich nehme gerne Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne etwas Ähnliches zu erwarten.
Und noch eins: Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-Mögende Mitmenschen!
Ich weiß, dass es euch gibt. Vereinzelt habe ich euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfters mit euch unterhalten und mein Hund mag es, wenn ihr ihn streichelt.
Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Büschen verstecken.
Verratet uns nicht! Wir sind illegale Waldbesucher!
DANKE!
Na, sind euch auch einige Passagen bekannt vorgekommen?
 
Alles Liebe, Karin
 

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