Nico aus dem Hause Frühwirt

 
 
» 20. März 2007
 
Ich finde es an der Zeit, ein herzliches Dankeschön zu sagen. Erstens, weil euch Nikos Schicksal nicht egal ist und zweitens, weil ihr Nikos Bilder ins Internet gestellt habt.

Ich habe mich so darüber gefreut, dass Niko in eurer Homepage präsentiert wird. Ich bin sehr stolz darauf und habe allen meinen Freunden und Bekannten gesagt, dass sie auf eurer Homepage "vorbeischauen" sollen.
Wie sehr euch Hunde wichtig sind, sieht man an eurer Hilfsbereitschaft. Niko kommt nicht aus euren Zuchten und trotzdem versucht ihr mir zu helfen. Heute tut mir leid, dass ich euch nicht früher kennen gelernt habe. Heute wüsste ich, wo ich mir meinen Welpen kaufe.
Niko ist ein wunderbarer Hund mit einem ausgezeichneten Charakter. Selbst der Tierarzt sagt, dass er ein großartiger Hund ist, der sich ein anderes Schicksal verdient hätte. Seine Trainerin hat Niko ob seiner Vielseitigkeit eine große Zukunft vorausgesagt.
Heute bin ich froh, wenn er frisst und keinen neuen Schub hat.
Alle meine Hoffnungen und Erwartungen sind zerstört. Ich wollte mit Niko die Therapiehundeausbildung machen und mich dann beruflich verändern. (Ich bin Hauptschullehrerin).
Meine Mutter behauptet immer lachend, dass mein erstes Wort "Hund" war, nicht Mama. Von Kindheit an hatte ich den Wunsch, einen Hund zu besitzen. Ich habe sämtliche Hundebücher und Zeitschriften gelesen, die mir in die Hände kamen. Und die Entscheidung stand schon lange fest: Es sollte ein Langhaar-Schäferhund sein.
Erst als ich schwer an Rheuma erkrankte und als Folge unter schlimmen Depressionen litt, war mir klar, dass der Traum nach einem Hund Wirklichkeit werden musste.
Ich war soweit, dass ich nicht mehr aufgestanden bin, dass ich mich komplett von der Welt abgekapselt habe und eigentlich nicht mehr weiterleben wollte. Mit Niko habe ich wieder zu leben begonnen, bin wieder aufgestanden und habe am Leben teilgenommen. Ich habe mir immer gesagt, dass, wenn mich vielleicht auch kein Mensch braucht, dann braucht  mich dieser kleine Hund, der von Anfang an krank war.
Wenn heute Außenstehende meinen, ich hätte ihn an die Züchterin zurückgeben sollen, dann kann ich nur den Kopf schütteln, denn ich würde Niko niemals hergeben. Was Ärzte, Medikamente und Mitmenschen nicht geschafft haben, hat er mir zurückgegeben - nämlich Lebensfreude.
Auch heute noch holt er mich aus jedem Tief.
Ich erzähle dir die Geschichte nicht, um Mitleid zu schinden, sondern um dir zu zeigen, was dieser Hund für mich bedeutet. Nie werde ich Menschen verstehen, die ihre Hunde schlecht behandeln. In unserer Familie ist Niko ein Familienmitglied, das von allen geliebt wird.
Ich will mich gar nicht auf eine Diskussion mit Nikos Züchterin einlassen. Gedanken mache ich mir nur, ob es auch anderen Besitzern von Frühwirth-Hunden so geht wie mir. Angeblich ist ja nur Niko betroffen, der sich wahrscheinlich bei mir diese Krankheit geholt hat (Aussage Fr. Frühwirth). Diesen Blödsinn hat der Tierarzt entkräftet. Diese Krankheit ist angeboren! Ohne meine sorgsame Betreuung, wäre laut Tierarzt, der Hund vielleicht schon als Welpe gestorben.
Weh tut mir nur, dass von Nikos Züchterin nicht einmal nachgefragt wurde, wie es Niko geht. Von Hilfe gar keine Rede.
Deshalb weiß ich eure Hilfe sehr zu schätzen und wollte ich mich auch bei dir herzlich bedanken!

 

 
Liebe Grüße von Karin, Helmut und NIKO
 
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