Wesen

Altdeutsche  "Langhaar Schäferhunde" sind Deutsche Schäferhunde "mit gebremstem Temperament":
Sie sind nicht nur von der Statur her stämmiger, sie sind auch vom Wesen her "bratzköpfiger", "gelassener und ruhiger.
Ein "Altdeutscher" ist kein Hund, der - auf Befehl oder einfach so - immer und sofort "explodiert".
Er lässt sich Zeit, guckt und prüft erst, ehe er antwortet.
Er ist ein menschenfreundlicher Hund mit anpassungsbereitem, sanftem Wesen, ein Freund aller freundlichen Menschen.
Aber er kann Freund und Feind genau unterscheiden.
Und er tut das auch, wenn's sein muss.
Warum die Langhaarigen sich wesensmäßig von ihren kurzhaarigen Vertretern unterscheiden, liegt am "Württemberger Schlag", den man in die "Thüringer" einkreuzte.
 
 
Aber:
"Russ von der Krone" aus Heidenheim war kein stehohriger Schäferhund, sondern ein schlappohriger, zottiger Hirtenhund.
 
Und die "Altdeutschen" oder "Zotthaarigen Schäferhunde", die Reichenbach (1835), Klein (1817) und Strebel (!905) malten, waren keine Schäferhunde, sondern Hovawarte.
 
Die modernen Hovawarte sind Lagerhunde mit Langhaar-Schäferhundeblut.
 
Und "Langhaar" Schäferhunde sind Schäferhunde mit Lagerhundeblut.
 
Daher ihre Gelassenheit, ihre Fürsorglichkeit gegenüber allem, was schützenswert ist, ihr "natürliches Schutzverhalten" dem eigenen Rudel gegenüber.